15 Feb

Pepper up your life! A master-experience with Irene Itene

Allgemein

NLP die Würze des Lebens

NLP Master mit Irene Itene, der Frau mit dem Pfeffer

Peile keinen Erfolg an – je mehr du es darauf anlegst und ihn zum Ziel erklärst, umso mehr wirst du ihn verfehlen. Denn Erfolg kann wie Glück nicht verfolgt werden: er muss erfolgen, als unbeabsichtigte Nebenwirkung, wenn sich der Mensch einer Sache widmet, die größer ist als er selbst. (Viktor Frankl) 

 

Alles war gut, alles ist gut, bloß: Warum haben wir plötzlich eine neue Teilnehmerin dabei? Jetzt, wo wir doch kurz vorm Ende der NLP-Master-Practitioner Ausbildung stehen?, wunderte ich mich im Sommer 2014.

Gut, die anderen Teilnehmer mochten sie anscheinend, Irene tat so, als wäre die junge, irgendwie gestresste Frau schon von Anfang an dabei gewesen und da sie mir nicht weiter ungut auffiel, akzeptierte ich einfach ihre Anwesenheit.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die NLP-Master-Ausbildung eine Vertiefung der Themen, die in der Practitioner-Ausbildung vorgestellt wurden, verkörpert. Nach einigem Kennenlernen und Üben (2013) haben sich gewisse Inhalte schon im täglichen Leben, im sogenannnten „Alltag“ (2014) verfestigt und Kniffliges, wie Mustererkennungen, Feedback-Sandwiches, Milton-Sprachmuster u.v.a.m. wurde nun weiter trainiert, um tiefergehend begriffen zu werden.

 

TU WAS DU KANNST,

MIT DEM WAS DU HAST,

WO IMMER DU BIST.

( THEODORE ROOSEVELT )

 

Also, zappen wir mal hinein in ein paar meiner Highlights:

 

Glaubenssätze

Jeder hat sie, keiner will sie. Scheinbar. Einmal trainiert hört man, also ich, sie überall. Permanent. Nervt manchmal. Ist aber auch überaus aufschlussreich, um draufzukommen, was für ein Weltbild der andere, das Gegenüber, eigentlich mit sich rumschleppt. Wir sagen: „Etwas ist genau so und so.“ Egal was. Wissen tun wir nämlich letzten Endes so gut wie nichts. Unsere gemeinsame Realität gründet auf dem Glauben an dieselben frei wählbaren Parameter. Ja, und nun geht’s los, hier ist nämlich Spielraum drin, nicht nur Gestaltungspotential, sondern Universum. Beginnt man, diese Glaubenssätze bewusst unter die Lupe zu nehmen, erstmal die eigenen versteht sich, erkennt man die eigenen Beschränkungen, die niemand anderer als man selbst von sich fordert.

Wieviel Unfreiheit da drin steckt! Wir zwingen uns mit unseren Glaubenssätzen Grenzen auf, verurteilen uns dazu, bestimmte Dinge nicht einmal zu hoffen. Wieviel Freiheit, sich davon zu lösen! Der Prozess der Arbeit mit Glaubenssätzen ist spannend und aufschlussreich.

Wir erlernten nicht nur Vorgehensweisen, um sie zu identifizieren und umzuformulieren, sondern erlebten auch, was für eine Kraft so ein umformulierter Glaubenssatz nach sich zieht.

 

SOAR Modell

Wie wäre es, wenn du dir selbst in der Vergangenheit und in der Zukunft begegnen könntest, um dir einen Tipp für die aktuelle Situation zu geben? Und nicht nur du selbst, sondern auch andere Figuren, die dir aus Positionen der Vergangenheit und Zukunft heraus Ratschläge schicken? Und wie wäre es, wenn diese Empfehlungen nicht einfach daherprasseln würden, sondern, wenn du ihre Echtheit direkt begreifen könntest, indem du die Postition genau jener Person am eigenen Leib erspürt hast? Du weißt genau, was die Person meint, weil du „in ihrer Haut gesteckt bist“.

Großartig. Eben. Und genau das ermöglicht das SOAR Modell.

 

Wolfsprache und gewaltfreie Kommunikation

Du, du machst alles falsch. Du, du hast das und das nicht begriffen. Du, du bist das Letzte. Du, du willst doch nur – Stop. Wolfsprache hat noch mehr Charakteristika als dass wir unser Gegenüber mit Vorwürfen bombardieren.

Mit der „Wolfsprache“ bin ich aufgewachsen. Sie basiert auf Kampf, Aggression und Angriff und fördert nichts Informatives zu Tage, an dem man wachsen könnte.

Aber wir nehmen sie als gegeben hin und auch die Konflikte, die sich daraus ergeben, erscheinen uns als ganz normal. Die Begriffe und Wendungen, die für die „Wolfsprache“ charakteristisch sind, lassen sich erlernen und dadurch eliminieren. Durch gezielte Anwendung sprachlicher Mittel ensteht eine Entwicklung hin zur „Giraffensprache“,- das ist jene empathische Kommunikationsweise, mithilfe derer man über Angriffsfloskeln hinweg hört und wahrnimmt, was den anderen wirklich bewegen könnte, erkennen lernt, was den Gesprächspartner gerade so unruhig und aus Hilflosigkeit agressiv macht. Es gibt eine Form der Beobachtung, die einhergeht mit vorurteilsfreiem Darstellen der Situation und Beschreibung der eigenen Befindlichkeit. Auf einmal öffnet sich Raum für Austausch, der weder weitere Aggression noch Angriffsfläche bietet. Sprachliche Konter dieser Art sind friedlich, fördern Informationen zu Tage und sorgen dafür, dass sich virtuelle Schreckgespenster oder Horrorszenarien in Luft auflösen.

 

Drama-Dreieck

Bist du Opfer, Macher oder Retter? In welche Rolle lässt du dich, ohne es zu wollen, manchmal allzu leicht drängen? Egal wie alt und erfahren du bist, diese Verhaltensmuster sind derart archaisch und seit früher Kindheit eingeimpft, dass du sie erst loswirst, wenn du sie wirklich durchschaut hast. Dieses Wissen hilft nicht nur gegen Mobbing und Intrigen sondern ermöglicht auch, solche negativen Tendenzen im Vorhinein abzuwenden, indem man von Anfang an garnicht ins sogenannte „Drama-Dreieck“ einsteigt.

(Wusstest du, dass das Opfer im „Schönwetter-Zustand“ ein Star ist?)

 

Es gäbe noch so viel zu den spannenden Inhalten zu berichten. Zum Beispiel Modelling-Arbeit, Reframing, oder wie sich „Glück managen“ lässt. Ziel ist es bei allen Lehrinhalten, dass authentische Lebensführung in Harmonie mit einem zufriedenen, gleichberechtigten Umfeld stattfindet.

Im Hinblick auf diesen Schwerpunkt gestaltet Irene Itene die gesamte Ausbildung. Ja, Irene. Was kann man über sie sagen. Eine Frau, die authentisch ist, und beharrlich die Würze des Lebens einfordert. Getrieben von Neugier und Lebenslust ist sie jemand, der nie aufgibt, sich nicht unterkriegen lässt und wertvolles Wissen – Hilfe zur Selbsthilfe – weitergibt, indem sie ihren eigenen Horizont permanent erweitert.

Irene hat in einer Szene, die vergiftet ist von Selbstdarstellern, selbsternannten Gururs, Machos, FPÖ-Sympathisanten und Geldhaien einen Weg gefunden, NLP als das zu unterrichten, was es ursprünglich war und noch immer ist: Ein Handwerk für ein besseres Miteinander und gelebte Authentizität.

 

Diese Art der NLP-Master Ausbildung unterscheidet sich in Hinsicht auf Qualität vom Mainstream. Ob du jedoch damit lernst, in 3 Sekunden eine fremde Frau an der Bar gefügig zu machen, bezweifle ich.

 

MAN SOLL DENKEN LEHREN, NICHT GEDACHTES.

(CULITT CORN)

 

So befanden wir uns im Herbst 2014 zwar noch als dieselben Personen wie im Jahr zuvor wieder auf dem Reinischkogel und auf der Insel Pag, aber wir waren nicht mehr in dieselben Gedankenschleifen verstrickt, andere würden sagen: Wir waren nicht mehr dieselben.

Unser emotionaler Zustand, unser Selbstbild, der Blick auf Mitmenschen hat sich verändert. Einer meiner Freunde, denn zu solchen sind wir Teilnehmer zusammengewachsen, ein eher nüchterner Denker, der seine Schritte erst nach reiflichem Überlegen setzt, kündigte kurz nach der Geburt seiner Tochter, ohne noch zu wissen wie es weitergehen würde, bloß, dass er sich nicht mehr ver-stellen wollte, seinen sicheren Job – und siehe da: Kurz darauf hatte er schon einen neuen Beruf, der ihm Spaß macht, eine neue Wohnung, die größer und schöner ist und nach einer Phase der Regeneration im Zuge eines schweren Unfalls endlich wieder neue Lust auf Sport und Bewegung.

Ein anderer Freund mutierte vom Business-Wolf, der alles akquiriert, was bei „Drei!“ nicht auf den nächsten Baum geflüchtet ist, zum verständnisvollen, sanften Begleiter, den man einfach gerne um sich hat. Ob so etwas weitere Begleiterscheinungen nach sich zieht? Ja. Seine Ehe, die 2013 in einer Krise steckte, erlebt nun einen neuen Frühling, sein Sohn heilte von der schweren Krankheit Neurodermitis, seine pubertierende Tochter spricht mit ihm über alles und interessiert sich für seine Meinung.

Ein weiterer Freund, dessen Fan ich von Anfang an war, aber er selbst leider nicht, denn er litt immer wieder unter Unsicherheitsgefühlen und Selbstzweifeln, hat die Practitioner-Ausbildung direkt nach seiner Kündigung bei einer großen Firma begonnen, fand daraufhin bald einen anderen Job, aber eines brannte in dem Anfang 30-jährigen immer stärker: Seinen Traum zu verwirklichen und als Kameramann durchzustarten. Ich durfte dabei zuschauen, wie er ohne mit der Wimper zu zucken innerhalb von ein paar Monaten nicht nur in der neuen Firma zur rechten Hand der Geschäftsführung aufstieg, sondern auch mehrere Videos drehte, Imagefilme produzierte, und mittlerweile regelmäßig von Filmproduktionsfirmen als Freelancer gebucht wird. Dieser Mensch ist ein Wahnsinn und seine Leistungen sind gigantisch. Aber das Beste daran ist: Es fällt ihm selbst garnicht so sehr auf,- das ist alles ganz natürlich. Auch seine Gattin hat sich parallel dazu weiterentwickelt und statt einem anderen Job ihre Berufung gefunden. Obwohl das Paar zwei kleine Kinder hat, haben beide rechtzeitig und mutig auf Frustration am Arbeitsplatz reagiert, sich dem Problem gestellt und sich weiterentwickelt. Das nenne ich Teamwork.

Solche Änderungen sind massiv auf der Basis, der Grundlage unseres Wirkens. Und nach all den Selbsterfahrungen im Lauf der eineinhalb Jahre weiß jeder Teilnehmer, dass er nicht perfekt ist, aber, genauso wie jeder andere Mensch, über riesiges Potenzial verfügt, mit dem man bei sich selbst beginnend buchstäblich die Welt verändern kann.

Ach, ja – sogar die neue Teilnehmerin entpuppte sich letztendlich als recht entspannt: Eines Abends in Kroatien mussten wir mit ihr soviel lachen, dass wir am nächsten Tag Bauchmuskelkater hatten. Ihre Art gefiel mir immer mehr, sie strahlte eine Form von Freundlichkeit und Kreativität aus, die ich ihr garnicht zugetraut hätte, beispielsweise sprudelte aus ihr einmal spontan der schöne Ausspruch hervor: „Wir sind alle spirituelle Wesen. Ich bin überall zu Hause.“

Ich war gerührt. Und musste aufs Klo. Zuviel Grasevina. Als ich an der Bar vorüberschlurfte streifte ich den Spiegel und bemerkte:

Diese Frau bin immer schon ich selbst gewesen.

NAMASTE

 

Dieser Song für Euch da draußen: EXLAMATION POINT / LATEEF & LYRICS BORN

http://youtu.be/OsvEx3r_Uvs

 

Unermesslichen Dank an Dich, liebe Irene!

 Danke, liebe Teilnehmer der Master-Ausbildung bei ITENE INTERNATIONAL 2014

für die unvergesslichen Erfahrungen und die großartige gemeinsame Zeit

ein großes Dankeschön auch an Klara Steinwender, Max Ganster, Martin Kolleger, Restaurant Palma (Jakisnica, Pag), Ratko, Familie Goach (Reinischkogel) und Lukas Steinwender

© LILLY JÄCKL, 2014

 


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